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Kosten und Auslagen

Guter Rat muss nicht teuer sein

 

Die Kosten anwaltlicher Tätigkeit sind gesetzlich im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt.

Dabei berechnen sich die Gebühren z.B. in Straf- oder Bußgeldsachen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nach sogenannten Rahmengebühren. Das Gesetz gibt also einen betraglichen Rahmen der jeweiligen Gebühr (z.B. 30-270 €) vor und in der Regel wird dann die sogenannte Mittelgebühr abgerechnet, also der rechnerische Mittelbetrag des Gebührenrahmens, der nur in besonderen Fällen über- oder unterschritten werden kann.

In zivilrechtlichen Tätigkeiten sieht das RVG üblicherweise feste Gebührensätze (z.B. 0,5 oder 1,3 usw.) vor. Die Ermittlung des Gebührenbetrags erfolgt dann über eine Streitwerttabelle, in der die Gebührenhöhe nach dem Gegenstands- oder Streitwert und dem Gebührensatz dann abgelesen werden kann. Bei außergerichtlichen Tätigkeiten fällt eine sog. Geschäftsgebühr an. Die Regelgeschäftsgebühr liegt bei 1,3. Bei einem Streitwert von bis zu 1000 € beträgt die Regelgeschäftsgebühr (netto) 104,00 €.

z.B. 1,3 Gebühr nach Gegenstandswert 1000 € = 104,00 €

Der Streitwert wird durch den Wert der Angelegenheit bestimmt, über die die Parteien streiten, wobei es insbesondere in familien- und arbeitsrechtlichen Streitigkeiten Besonderheiten gibt. Welche Gebühren im Einzelnen dann anfallen, hängt wiederum vom Umfang der anwaltlichen (außergerichtlichen und/oder gerichtlichen) Tätigkeit ab.

Neben den anwaltlichen Gebühren entstehen noch Auslagen, wie z.B. eine Kostenpauschale  in Höhe von 20 € für Porto, Telefonkosten etc. sowie die Kosten für angefertigte Kopien. Darüber hinaus sind vom Mandanten auch die Fahrtkosten und sog. Abwesenheitsgelder zu tragen, falls der Anwalt auswärtige Termine wahrnehmen muss. Auf sämtliche Gebühren wird dann die gesetzliche Mehrwertsteuer in der jeweils gültigen Höhe berechnet.

Schließlich ist noch auf die Möglichkeit eines Zeithonorars hinzuweisen: In einzelnen Angelegenheiten kann es sinnvoll sein, das Mandat nicht auf der Grundlagen der üblichen gesetzlichen Gebühren zu führen, sondern eine Vergütung nach Zeitaufwand zu vereinbaren. Hier werden dann vom Anwalt die durch seine Tätigkeit angefallene Zeit mit einem vorher zu vereinbarenden Stundensatz abgerechnet.

Ebenso besteht die Möglichkeit ein Pauschalhonorar zu vereinbaren. Bei gerichtlichen Verfahren darf das vereinbarte Honorar allerdings nicht unter den gesetzlichen Gebühren des RVG liegen.

Sprechen Sie uns in Gebührenfragen ruhig an. Wir sind gerne bereit, Ihnen unsere Tätigkeit und unsere Gebührenansprüche zu erläutern. Kostentransparenz ist für uns selbstverständlich.

Gebührentabelle (Auszug) nach RVG (Stand 01.08.2013)

 GW bis … €   0,5 Gebühr   1,0 Gebühr   1,2 Gebühr   1,3 Gebühr   1,5 Gebühr 
500,00 € 22,50 € 45,00 € 54,00 € 58,50 € 67,50 €
1.000,00 € 40,00 € 80,00 € 96,00 € 104,00 € 120,00 €
1.500,00 € 57,50 € 115,00 € 138,00 € 149,50 € 172,50 €
2.000,00 € 75,00 € 150,00 € 180,00 € 195,00 € 225,00 €
3.000,00 € 100,50 € 201,00 € 241,20 € 261,30 € 301,50 €
4.000,00 € 126,00 € 252,00 € 302,40 € 327,60 € 378,00 €
5.000,00 € 151,50 € 303,00 € 363,60 € 393,90 € 454,50 €
6.000,00 € 177,00 € 354,00 € 424,80 € 460,20 € 531,00 €
7.000,00 € 202,50 € 405,00 € 486,00 € 526,50 € 607,50 €
8.000,00 € 228,00 € 456,00 € 547,20 € 592,80 € 684,00 €
9.000,00 € 253,50 € 507,00 € 608,40 € 659,10 € 760,50 €
10.000,00 € 279,00 € 558,00 € 669,60 € 725,40 € 837,00 €